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01   hygiene & sicherheit

Sauber ist
nicht verhandelbar.

Nadeln in die Haut und Behandlungen am Auge verzeihen keine Nachlässigkeit. Deshalb arbeiten wir nach einem schriftlichen Hygienekonzept — für Tattoo und Kosmetik getrennt, nach § 36 Infektionsschutzgesetz. Hier steht, was das im Alltag konkret bedeutet.

a   das wichtigste

Vier Dinge, die immer gelten.

01

Nadeln nur einmal

Sterile Einwegnadeln und Einwegkartuschen, direkt aus der Verpackung. Nach der Session in den durchstichsicheren Behälter. Wiederverwendbare Nadeln kommen bei uns grundsätzlich nicht zum Einsatz.

02

Geprüfte Mittel

Hände, Haut, Flächen und Instrumente werden mit VAH- beziehungsweise IHO-gelisteten Präparaten desinfiziert — mindestens begrenzt viruzid, aus Originalgebinden, mit eingehaltener Einwirkzeit.

03

Eigener Bereich

Der Behandlungsplatz ist vom Verkaufsraum abgetrennt und für Laufkundschaft nicht begehbar. Glatte, desinfizierbare Flächen, kein Teppich, Handwaschbecken direkt am Platz. Keine Tiere, kein Essen.

04

Frisch pro Termin

Einmalauflage auf der Liege, frische Handschuhe, neue Farbkappen und Einwegapplikatoren. Übrige Farbe wird nach der Behandlung komplett entsorgt — nie zurück in die Flasche.

b   nach bereich

Zwei Bereiche, zwei Konzepte.

Tätowieren

§ 36 IfSG · Orientierung an DIN EN 17169

  • Aufklärung über Risiken und Nachsorge, schriftliche Einwilligung vor jedem Termin. Minderjährige tätowieren wir grundsätzlich nicht.
  • Hautdesinfektion der Stelle vor Beginn, Rasur mit Einwegrasierer.
  • Einweghandschuhe während des gesamten Vorgangs, Wechsel bei jeder Kontamination.
  • Farben in REACH-konformer Ausführung, dokumentiert je Charge. Geöffnete Flaschen kühl, dunkel, verschlossen — bei Verfärbung oder Geruch sofort entsorgt.
  • Die Maschine wird während der Session in eine Einweg-Barrierefolie gehüllt, danach vollständig wischdesinfiziert.
  • Sterilgut aus dem Autoklaven mit fraktioniertem Vakuum, jede Charge mit Indikator dokumentiert.
  • Hepatitis-A- und -B-Impfung wird allen Tätowierenden angeboten.

Kosmetik

§ 36 IfSG · Hessische Hygieneverordnung

  • Vor der ersten Wimpern- oder Lifting-Behandlung empfehlen wir einen Patch-Test, idealerweise 24 Stunden vorher.
  • Vorab-Abfrage zu Augenerkrankungen, Kontaktlinsen, Schwangerschaft und bekannten Allergien.
  • Keine Behandlung bei Bindehautentzündung, Gerstenkorn, frischer Augen-OP oder offenen Verletzungen.
  • Augenbereich wird vor Beginn gereinigt; Augenpads werden ausschließlich einmal verwendet.
  • Kleber, Tönung und Lifting-Lösung nur über Einwegapplikatoren — kein Handkontakt mit den Produkten.
  • Pinzetten werden nach jedem Gebrauch gereinigt, desinfiziert und staubgeschützt gelagert.
  • Guter Luftwechsel im Raum, besonders beim Arbeiten mit Wimpernkleber.
c   instrumente

Sieben Schritte bis zum Sterilgut.

Alles, was wiederverwendet wird, läuft immer denselben Weg. Kein Schritt wird übersprungen, jede Charge wird dokumentiert.

01

Vorreinigung direkt nach Gebrauch, zerlegt in Einzelteile

02

Reinigung nach Herstellerangabe, bei Bedarf im Ultraschallbad

03

Desinfektion mit gelistetem, aldehydfreiem Mittel

04

Spülung mit VE-Wasser und vollständige Trocknung

05

Sichtprüfung auf Sauberkeit, Unversehrtheit, Funktion

06

Sterilisation im Autoklaven, Charge dokumentiert

07

Lagerung trocken, staub- und lichtgeschützt

d   auch für dich

Wann wir absagen.

Hygiene ist keine Einbahnstraße. Es gibt Situationen, in denen wir einen Termin verschieben — auch wenn es unbequem ist. Sag uns lieber vorher Bescheid, dann finden wir einen neuen Termin ohne Diskussion.

Akute Infektion

Bindehautentzündung, Gerstenkorn, Erkältung mit Augenbeteiligung oder eine fiebrige Erkrankung: wir verschieben. Auch wir selbst arbeiten nicht mit Infekten oder offenen Wunden an den Händen.

Haut nicht bereit

Sonnenbrand, offene Wunden, frische Narben, Ausschlag oder eine frische Augenoperation im Behandlungsbereich — die Haut muss vorher abgeheilt sein.

Alkohol und Drogen

Wir tätowieren niemanden unter Einfluss. Blutungsneigung, Wundheilung und Entscheidungen, die ein Leben halten sollen, verstehen sich schlecht mit Alkohol.

Ohne Aufklärung

Ohne Beratung und unterschriebene Einwilligung fangen wir nicht an. Wer minderjährig ist, wird bei uns nicht tätowiert — ohne Ausnahme.

e   rahmen

Wer das prüft.

f   noch fragen?

Dann komm vorbei.

Beratung ist kostenlos und unverbindlich. Schau dir den Behandlungsraum an, frag alles, was du wissen willst — und entscheide danach.

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